#1

RE: Guck euch das mal bitte an

in Futtertime-happahappa 08.06.2009 21:05
von dicke olga | 2.198 Beiträge

Ich weiß es ist viel und ich will auch keinem rein reden was er füttern soll!
Einfach nur mal lesen !
Fütterungsabhängige Ursachen einer Niereninsuffizienz

1. Eiweissüberversorgung
Die häufigste fütterungsbedingte Ursache für Nierenerkrankungen beim Hund stellt eindeutig die Eiweissüberversorgung dar. Bedingt durch die hohe Menge an stickstoffhaltigen Stoffwechselabbauprodukten kommt es auf Dauer zu einer Nierenüberlastung und zu einer Vergiftung des Stoffwechsels mit harnpflichtigen Stoffen, die nicht mehr ausgeschieden werden können.

Lange Zeit waren die angebotenen Alleinfuttermittel mit Rohproteingehalten (Eiweissgehalten)für erwachsene Hunde von über 25% bis weit über 30% i. d.TS/ bzw. 30%-36% i. d. TS. für Welpen und Junghunde die Hauptursache für das Problem der Eiweissüberversorgung beim Hund.

Erfreulicherweise sind mittlerweile fast alle Futtermittelhersteller der Ansicht, dass die früher proklamierte These: Je höher der Rohproteingehalt eines Futters, desto besser ist das Futter“ nicht mehr haltbar ist, weil die durch die Eiweissüberversorgung enstandenen zahlreichen massiven Probleme eine grundsätzliche Trendwende erforderten. Ganz davon abgesehen hängt die Qualität der Eiweissgrundlage und somit des Futters natürlich entscheidend von dem Anteil an essentiellen Aminosäuren ab. D.h., dass es auch bei einem angemessenen oder hohen Rohproteingehalt eines Futters zu Eiweissmangelversorgungen kommen kann, wenn aufgrund minderwertiger Eiweissträger der Gehalt an essentiellen Aminosäuren zu niedrig ist.

Wie nicht anders zu erwarten, gibt es heute leider auch viele Stimmen, die in das genaue Gegenteil verfallen sind und Rohproteingehalte für erwachsene Hunde sowie für Welpen und Junghunden von unter 20% i. d. TS. empfehlen. Bei einer ausschliesslichen Trockenfutterfütterung mit diesen Eiweissgehalten sind ebenfalls Probleme und zwar einer Eiweissmangelversorgung vorprogammiert. Dies gilt auch für nierenerkrankte Hunde.

Eiweissbedarf
Grundsätzlich sollte der Rohproteingehalt dem Alter und dem aktuellen Bedarf des Hundes angepasst sein (Hundetrockenfutterempfehlungen: heranwachsende Hunde bis zum Alter von 6-8 Monaten zwischen 24-28% i. d. TS., erwachsene Hunde zwischen 20-25% i. d.d TS., hochtragende und laktierende Hündinnen zwischen 23-27% i. d. TS.).

Ursache: eiweisshaltige Zugaben zum Hundealleinfutter
Wie oben bereits angedeutet, gibt es aber zunehmend mehr Hunde, die zwar ein Trockenfutter mit einem angemessenen Rohproteingehalt gefüttert bekommen, aber trotzdem unter massiver Eiweissüberversorgung mit den dementsprechenden Symptomen leiden. Ursächlich hierfür sind immer häufiger eiweisshaltige Zugaben wie Fleisch, Dosenfutter, Trockenfleischprodukte, Kauartikel, Quark, Joghurt etc. zum Hundealleinfutter.

Hundealleinfutter enthält genügend Eiweiss
Jedes gute Hundealleinfutter ist so konzipiert, dass es ein ausgewogenes Eiweiss-Energieverhältnis aufweist und so ohne jegliche Zugaben den Hund mit ausreichend Eiweissträgern wie Fleisch, Fisch und Milchprodukten versorgt. Ziel eines Hundealleinfutters ist die komplette Versorgung des Hundes, ohne dass dem Futter noch etwas zugesetzt werden muss.

Hundealleinfutter + eiweisshaltige Zugaben = Eiweissüberversorgung
Aus diesem Grund führt die zusätzliche Gabe von eiweisshaltigen Leckereien wie Schweineohren, Trockenpansen, Kauartikeln aber auch Fleisch, Dosenfutter, Quark etc. zu einem Hundealleinfutter immer häufiger zu hartnäckigen Problemen, wenn kein Ausgleich des Eiweiss-Energieverhältnisses durch geeignete Kohlenhydratträger erfolgt. Die Einregulierung eines gesunden Eiweiss-Energie-Verhältnisses mit Marengo Country sowie den kalorien- und eiweissarmen Marengo Fun-Kuchen kann hierzu einen entscheidenden Beitrag leisten (näheres zum Thema siehe unter Fütterungsfehler).

Darüber hinaus sollte immer bedacht werden, dass Fleisch grundsätzlich einen Phosphatüberschuss aufweist und es so neben den anfallenden Eiweissstoffwechselabbauprodukten auch zu einem ungesund hohen Phosphatwert der Gesamttagesration kommt.

Wie erkenne ich eine Eiweissüberversorgung bei meinem Hund?
Die Symptome einer Eiweissüberversorgung sind sehr vielfältig und individuell verschieden. Neben gefährlichen Wachstumsstörungen bei Welpen und Junghunden treten gehäuft folgende Symptome auf: schuppiges glanzloses Fell, Leckekzeme, Haarausfall, Pusteln, Krusten, Juckreiz, breiiger Kot, Blähungen, wechselhafte Kotkonsistenz und chronische Durchfallerscheinungen, allergische Erscheinungen an Haut, Magen/Darm und Ohren.

2. zu hohe Rohaschegehalte
Hinter dem Begriff Rohasche verbirgt sich im Wesentlichen die Summe der Mineralien, die in einem Hundefutter enthalten sind. Quelle für die Rohasche sind neben den zugesetzten Mineralstoffen auch Komponenten wie Federn, Molke, Tiermehl, etc. also minderwertige Eiweissträger, die in einem guten Hundefutter nichts zu suchen haben.

Der Rohascheanteil eines Hundetrockenfutters sollte nicht über 5%, eines Dosenfutters nicht über 1,2 % liegen, da ein zu hoher Rohascheanteil eine starke Nierenbelastung darstellt. Die hohe Menge an Mineralstoffen und auch Abbauprodukten der minderwertigen Eiweisse erfordern von den Nieren eine übermässige Arbeitsleistung, die relativ schnell zu Funktionsstörungen führen kann. Symptome wie starke Zahnsteinbildung und Knochenstoffwechselstörungen sind häufig die ersten sichtbaren Anzeichen der Folgen eines zu hohen Rohaschegehaltes.

3. zu hohe Calciumgehalte in Verbindung mit synthetischen Vitaminen
Ein Zuviel an Calcium (über 1% in Hundetrockenfutter) vor allen Dingen in Verbindung mit der Verabreichung von Vitamin D3 (übliche Kombination von Vitamin- und Mineralstoffzusätzen in herkömmlichen Hundetrockenfuttersorten) kann zu einer nachhaltigen Störung des Knochenstoffwechsels führen, die häufig von einer Nierenfunktionsstörung ausgeht bzw. damit vergesellschaftet ist.

Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass ein vermehrtes Auftreten von Erkrankungen wie Arthrosen, Arthriden, spondylotischen Erscheinungen, Hormonstörungen, Allergien und vor allen Dingen Wachstumsstörungen bei grossen Hunderassen in Zusammenhang mit einer Calciumüberversorgung gebracht werden können. Die Kombination von Calcium und synthetischem Vit D 3 steigert in unnatürlicher Weise die Resorbtion von Calcium im Darm und greift so in die natürlichen hormonellen Regulationsmechanismen ein. Wird über die Nahrung nun zu viel Calcium in Verbindung mit Vit D3 aufgenommen, kommt es in der Regel u.a. zu gravierenden Störungen des Ca/P Stoffwechsels und zu schädigenden Nierenbelastungen, da u.a. die auszuscheidende Menge an überschüssigem Calcium die Nierenkapazitäten übersteigt.

4. synthetische Zusatzstoffe
Viele synthetische Zusatzstoffe (BHT, BHA) haben durch den Anteil an nicht oder nur schwerabbaubaren Substanzen eine nierenbelastende Wirkung, da viele dieser Stoffe die Nierenzellen direkt schädigen können oder die Nieren nicht oder nur unvollständig in der Lage sind, diese Stoffe auszuscheiden. Neben dieser Wirkung sind aber viele synthetische Vitamine auch in der Lage durch die nachhaltigen Eingriffe in die hormonelle Steuerung des Organismus einen schädigenden Einfluss auf die Nierenfunktion zu nehmen (siehe oben genanntes Beispiel "Calcium u. synthetisches Vit D3").


Gruß Silke,Hilde-gard und Ingeburg:schleck:






hebamme4u-Ticker

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#2

RE: Guck euch das mal bitte an

in Futtertime-happahappa 08.06.2009 21:12
von Frenchiliebhab | 5.269 Beiträge

Danke Olleee....werde dies mal als wichtig makieren


Liebe Grüße Christin und ihre Bouletten Bande :uhhh:

"Nur tote Fische schwimmern gegen den Strom"":jaja:

Schaut vorbei - www.christin-denecke.com
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#3

RE: Guck euch das mal bitte an

in Futtertime-happahappa 08.06.2009 23:30
von Pink | 477 Beiträge

Hallo Silke,
das ist sehr aufschlussreich.Da ich mich ja sehr für die Ernährung meiner Tiere interessiere.Super Bericht,
Lg 2Pac und Simone


LG 2Pac und Simone

Ein Bully ist kein Hund und kein Mensch.
Er ist ein Jemand!!!:spieg:




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